Abschiedsfeier
Am Schuljahresende ein lachendes und ein weinendes Auge
So war es am 26.Juni 2026 an der Grundschule Langsdorf. Auf Grund der hohen Temperaturen wurde die Abschiedsfeier in die Volkshalle verlegt. Nach ein paar Begrüßungsworten der Schulleiterin Carola Kniß sprachen alle Kinder gemeinsam den Schul-Rap. Ein paar Kinder flöteten und wurden von Frau Christa Wallenfels-Diehl mit der Gitarre begleitet. Die Klassen 4a und 4b sangen „Und wenn ich geh“. Dabei füllten sich schon bei einigen der anwesenden Eltern die Augen mit Tränen. Anschließend betrat das Kollegium die Bühne und sang zur Verabschiedung von Andrea Etzold „Du bist klasse“. Dieses Lied wurde eigens für Frau Etzold umgeschrieben und alle Kinder unterstützten das Lied beim Refrain.
Die Erstklässler bekamen von ihren Patern zum Schuljahresbeginn einen Patenbrief. Nun konnten sich die Erstis bei ihren Paten mit einem Brief in einer Schultüte bedanken.
Nach dem gemeinsamen Lied „Ferienzeit“ starteten alle in die wohlverdienten Sommerferien.
Für das Kollegium ging es weiter ins Lehrerzimmer zur nächsten Abschiedsfeier. Heute hieß es Abschied nehmen von Andrea Etzold, einer langjährigen, sehr geschätzten Kollegin.
Frau Etzold hatte von 1977 – 1980 am Institut für Lehrerbildung in Weimar studiert und bekam den Abschluss Heimerzieherin mit Lehrbefähigung für Sport und Musik. 1990 kam sie nach Hessen. Nachdem sie mehrere Jahre als Erzieherin gearbeitet hatte, folgte das Lehramtsstudium und sie absolvierte ihr Referendariat an der Selma-Lagerlöff-Schule in Lich. Danach war sie im Angestelltenverhältnis an mehreren Schulen tätig, bis sie 2012 nach Langsdorf kam und blieb.
Hier war sie als Klassenlehrerin, Fachlehrerin, AG-Leiterin, Kulturbeauftragte, … tätig. Ihrem schauspielerischen Talent hatte es die Schule zu verdanken, dass sie jahrelang eine Theater-AG leitete und jeweils zum Schuljahresende mit den Kindern unvergessliche, unterhaltsame, märchenhafte Stücke präsentierte. Im Schreiben der Stücke, dem Erstellen der Kulissen und Bereitstellung der notwendigen Utensilien spiegelte sich ihr Herzblut fürs Theater, was sie jahrelang auch in ihrem Privatleben tat, in einer Theatergruppe mitspielen.
Frau Kniß beendete ihre Rede mit den Worten von Jean-Jacques Rousseau:
„Wenn du lange gearbeitet hast, um etwas zu erreichen, dann nimm dir auch die Zeit, das Erreichte zu genießen“.